Wir sind ein Verband mit vielen verschiedenen politischen Ansichten und Meinungen. Für uns gehört die Diskussion und der regelmäßige Austausch zu politischen Themen zur Basis einer politischen Organistation. Daher findest du im Folgenden Positionen einzelner Mitglieder, die nicht zwangsläufig deckungsgleich mit der Meinung des gesamten Vorstands sein müssen.

Benedikt Chrobak zur Aussetzung der Wehrpflicht

Das zum Ende der Wehrpflicht erhebliche Mängel im Bereich der Wehrgerechtigkeit vorhanden waren ist nicht zu bestreiten. Doch ist ein verpflichtender Dienst an der Gesellschaft deswegen eine negative Sache? Aus meiner Sicht ist es eine überlegenswerte Idee, wenn junge Menschen zwischen Schule und Ausbildung beziehungsweise Studium eine Art „Bundesdienst“ verrichten. Dieser sollte um sinnvoll umgesetzt zu werden eine Dauer von 12 Monaten umfassen und verpflichtend für jeden deutschen Staatsbürger gelten. Einen Dienst bei dem Verantwortung für Mitmenschen und die Gesellschaft übernommen wird. Der „Bundesdienst“ soll einen Berührungspunkt zwischen den Generationen, sowie Soldaten und Zivilisten schaffen und so eine gegenseitige Akzeptanz fördern.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat angekündigt, in den nächsten 15 Jahren 130 Milliarden Euro in die Hand zu nehmen und die Ausrüstung der Truppe „vom Kampfjet bis zur Nachtsichtbrille“ umfassend zu modernisieren und anzupassen. Man könnte auch sagen „Zeit wird‘s!“ Ob G36-Affäre, mangelnde Ersatzteile für Hubschrauber und andere Fahrzeuge oder das Fehlen elementarer Schutz- und Ausrüstungsteile. Die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium haben sich in den letzten Monaten fast nur mit derlei Schlagzeilen von sich Reden gemacht. Dabei sind die an die Öffentlichkeit gebrachten Versäumnisse und Mängel nur die Spitze des Eisberges. Aus meiner eigenen Zeit bei der Truppe weiß ich, dass Schutzwesten Mangelware waren und für Übungen kaum zur Verfügung standen. Ebenso hörte ich von Soldaten, die sich für ihren Auslandseinsatz eigene Ausrüstung kauften, da diese von besserer Qualität als die offiziell gestellte sei.

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Felix Doll zur schlechten Debattenkultur in Deutschland

Peter Tauber nannte Kritiker auf Twitter „Arschloch“ und „Drecksnazi“. Für Pegida und AfD sind Medien „die Lügenpresse“, oder später netter formuliert „die Pinocchiopresse“. Günther Oettinger würde sich mit Frauke Petry als Ehefrau „noch heute Nacht erschießen“. Ralf Stegner von der SPD – und mittlerweile auch Heiko Maas – würde die AfD am liebsten vom Verfassungsschutz überwachen lassen und nennt deren Anhänger auch unverblümt „rechtsextreme Bandenmitglieder“. Da ist sein Parteichef Sigmar Gabriel noch deutlich diplomatischer, wenn er nur vom „Pack“ spricht. Outet man sich als Befürworter der aktuellen Flüchtlingspolitik, ist man ein „naiver Gutmensch“, „Volksverräter“ oder „Bahnhofsklatscher“. Gegner dieser Flüchtlingspolitik sind dagegen im besten Fall „Rechtspopulisten“ oder, ein paar Stufen härter, „Menschenfeinde“, „Rassisten“, „Neofaschisten“.

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